Zwei Schwestern, eine Mission und jede Menge Hoffnung
Können wir die Welt entdecken, ohne sie dabei zu zerstören? Lisa und Julia haben es ausprobiert und dabei weit mehr gefunden als nur nachhaltige Reiserouten.
Inhalt
ToggleIn einer Zeit, in der Reisethemen von Übertourismus und ökologischem Fußabdruck geprägt sind, kommt dieses Buch wie ein frischer Wind daher. In „Out There“ nehmen uns die Schwestern Lisa und Julia mit auf eine außergewöhnliche Reise. Ihr Ziel: Die Welt sehen, aber bitteschön mit Sinn, Verstand und ganz viel Herz.
Slow Travel: Der Weg ist das Ziel
Der Clou an ihrer Reise: Die beiden verzichten konsequent auf das Flugzeug. Stattdessen setzen sie auf Züge, Busse und andere nachhaltige Alternativen. Was zunächst nach einer Einschränkung klingt, entpuppt sich im Buch als der ultimative Luxus der Langsamkeit.
Durch das langsame Reisen verändern sich die Perspektiven. Lisa und Julia beschreiben eindrucksvoll, wie sie die Veränderungen der Landschaft wahrnehmen, wie Grenzen fließend ineinander übergehen und wie viel intensiver Begegnungen werden, wenn man nicht einfach über sie hinwegfliegt.
Die Suche nach den „Changemakern“
Sie besuchen alternative Gemeinschaften in Frankreich, Mexiko und Südamerika und dokumentieren die Begegnungen mit verschiedensten Menschen uns lernten dabei immer mehr auf ihr Urvertrauen zu hören: sei es bei der Mitfahrt auf einem Segelboot über den Atlantik, der Essenseinladung in entlegenen Dörfern oder der Reparatur ihrer selbstgebauten Fahrräder aus Ersatzteilen. Jedes Kapitel ist der Gegenbeweis zu einer pessimistischen Weltsicht und birgt drei Quintessenz:
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Der Mensch ist hilfsbereit
Die Schwestern erleben eine überwältigende Welle der Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft, die sich nicht auf eine Kultur beschränkt, sondern ein universelles menschliches Merkmal zu sein scheint. -
Wahre Freiheit ist genügsam
Ihre Reise ist eine Ode an die Suffizienz. Sie kommen mit wenig Geld aus, setzen auf lokales Handwerk und Improvisation. Sie zeigen, dass die Unabhängigkeit vom Konsum die Freiheit erst möglich macht. -
Langsames Reisen schafft Tiefe
Durch die Entschleunigung (zu Fuß per Fahrrad, Kanu oder per Anhalter) gewinnen sie einen tiefen Einblick in lokale Gemeinschaften und echte Nachhaltigkeit, fernab vom "Greenwashing" der Tourismusindustrie.
„Es ist diese Grenzerfahrung, die mir etwas Ungesehenes zeigt. Sie öffnet mir die Welt als solche, befreit mich von Vorurteilen und Angst, zeigt mir neue Wege und Möglichkeiten“
– Lisa Hermes – Out there
Ein Plädoyer für den Optimismus
Was „Out There“ so besonders macht, ist der authentische Ton. Man spürt die enge Verbindung der Schwestern, ihre Neugier, aber auch ihre Zweifel. Sie erheben nicht den moralischen Zeigefinger, sondern laden dazu ein, Teil der Lösung zu werden. Es ist ein Buch über Privilegien, Verantwortung und die tiefe Freude, die darin liegt, sich für etwas einzusetzen, das größer ist als man selbst.
Fazit: Die Welt mit anderen Augen sehen
„Out There“ ist die perfekte Lektüre für alle, die das Fernweh packt, aber gleichzeitig ihren ökologischen Werten treu bleiben wollen. Es ist eine Liebeserklärung an unseren Planeten und ein Beweis dafür, dass nachhaltiges Reisen nicht Verzicht bedeutet, sondern einen enormen Gewinn an Tiefe und Erlebnissen.
Ein echtes „Good News“-Buch, das zeigt: Eine bessere Welt ist nicht nur möglich, sie wird an vielen Orten bereits gebaut.
Coverbild: © Piper Verlag
Details zum Buch:
Titel: Out There – Zwei Schwestern auf der Suche nach einer besseren Welt | Nachhaltig um die Welt reisen
Autorinnen: Julia Hermes & Lisa Hermes
Verlag: Piper Verlag GmbH (Neuauflage 2025) / ursprünglich Malik Verlag (2023)
ISBN: 978-3-492-40707-6 (2025er Ausgabe)
Umfang: ca. 304 Seiten
Format: Taschenbuch / Klappenbroschur
Erscheinungsdatum: 29. August 2025 (Neuauflage)
Sprache: Deutsch


