Die frohe Botschaft: Wir sind im Grunde gut! – Eine Lektüre, die unser Weltbild heilt
Wenn Sie wie ich sind, verbringen Sie einen Großteil Ihres Tages damit, die Nachrichten zu verfolgen, und fragen sich, ob die Menschheit eigentlich noch zu retten ist. Die Schlagzeilen sind voll von Konflikten, Angst und Egoismus. Dann kommt Rutger Bregman mit seinem Buch „Im Grunde gut“ daher und erklärt, dass all diese Negativität auf einem gigantischen Missverständnis beruht: Der Mensch ist von Natur aus nicht böse – im Gegenteil!
Inhalt
ToggleDieses Buch hat bei mir eine innere Revolution ausgelöst. Es ist ein Sachbuch, das sich liest wie ein spannender Thriller, nur dass es hier nicht um Verbrechen geht, sondern um herzerwärmende, historisch belegte Wahrheiten über unsere Spezies.
Die Macht der positiven Prämisse
Bregman, der junge, brillante Historiker, nimmt die gängige westliche Annahme auseinander, dass wir ohne Gesetze und Strafen sofort zu „des Menschen Wolf“ würden. Er beweist anhand von Psychologie, Archäologie, Soziologie und spektakulären historischen Anekdoten, dass diese düstere Sichtweise falsch ist.
Was mich wirklich umgehauen hat, sind die präzise recherchierten Gegenbeispiele, mit denen er ein Umdenken anregt:
- Er entlarvt berühmte Geschichten (wie den Herrn der Fliegen im echten Leben) als verdrehte Mythen und zeigt, dass Menschen in Extremsituationen, wie etwa Naturkatastrophen oder Kriegen, nicht in Anarchie verfallen, sondern meistens zusammenarbeiten und sich gegenseitig helfen.
- Er präsentiert faszinierende Studien, die zeigen, dass Soldaten im Krieg oft zögern, auf Feinde zu schießen, und dass unsere Spezies durch "Selbst-Domestizierung" eigentlich auf Freundlichkeit und Kooperation programmiert wurde (der sogenannte "Homo Puppy"-Effekt – so niedlich, wie es klingt!).
- Er inspiriert mit Beispielen von Schulen oder Gefängnissen, die auf radikalem Vertrauen basieren und erstaunliche Erfolge erzielen, weil sie vom Guten im Menschen ausgehen.
„Dies ist ein Buch über eine radikale Idee. Es ist eine Idee, die Machthabern seit Jahrhunderten Angst einjagt, gegen die sich unzählige Religionen und Ideologien gewandt haben. […] Worin besteht diese Idee? Dass die meisten Menschen im Grunde gut sind.“
– Rutger Bregman – Im Grunde Gut
Warum dieses Buch wichtig ist
Das Beste an diesem Buch ist seine positive Konsequenz: Wenn wir anfangen, vom Guten im Menschen auszugehen, können wir unsere Gesellschaften fundamental verbessern. Wir können Institutionen gründen, die auf Vertrauen statt auf Kontrolle basieren.
Ich habe gelernt, dass unser pessimistisches Menschenbild wie ein „Nocebo“ wirkt: Die negative Erwartungshaltung macht uns erst misstrauisch und unfreundlich. Bregman liefert das Gegengift: Eine fundierte, mitreißende und zutiefst hoffnungsfrohe Geschichte der Menschheit.
Mein Fazit: „Im Grunde gut“ ist kein naives Träumerbuch, sondern ein wissenschaftlich fundierter Appell an den Optimismus, den wir alle in uns tragen. Es hat mein Zynismus-Level drastisch gesenkt und mir eine neue Zuversicht geschenkt, dass eine bessere, freundlichere Welt möglich ist. Ein Muss für jeden, der glaubt, dass gute Nachrichten auch wahr sein können.
Coverbild: © Rowohlt Verlag
Details zum Buch:
- Titel: Im Grunde gut: Eine neue Geschichte der Menschheit (Original: Humankind: A Hopeful History)
- Autor: Rutger Bregman
- Verlag: Rowohlt Taschenbuch, Deutschland.
- Preis: Taschenbuch 15€
- Sprache: Deutsch (Originalsprache: Englisch)
- Erscheinungsdatum (Taschenbuchausgabe): 17. August 2021.
ISBN: 978-3-499-00416-2. - Seitenzahl: 480 Seiten.



